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Das Fenster zur Welt – Macht Corona doppelt krank?

Sony FernseherFür die digitale Revolution hat die Corona-Krise den Turbogang eingeschaltet. Meetings, Konferenzen und selbst Gruppenaktivitäten wie Parties oder Fitness-Workouts werden kurzerhand ins Netz verlegt. PC Streaming feiert deshalb gerade Hochkonjunktur. Und auch was die Fernsehgewohnheiten angeht, gibt es einen drastischen Anstieg in der Nutzungsstatistik. Dabei stellt sich die Frage, ob die neuerlichen Konsumgewohnheiten in Sachen Fernsehen ein zusätzliches Gesundheitsrisiko bedeuten. Die Antwort lautet: ja und nein. Wer es richtig anstellt, dem kann der Fernseher in Krisenzeiten durchaus als nützliches Fenster zur Welt dienen. Wer es aber übertreibt, dem drohen tatsächlich gesundheitliche Beschwerden.

Der Fernseher als Krisenmedium

Das Fenster zur Welt - Macht Corona doppelt krank?Der Brennpunkt Corona wechselt in regelmäßigen Abständen seinen Schwerpunkt. Allgemeine Richtlinien und Maßnahmen zur Bewältigung der Krise erhalten fast schon stündlich eine Aktualisierung. Auch wachsen sich täglich andere regionale und internationale Gebiete mit einer unvorhersehbaren Dynamik zu neuen Krisenherden aus oder vermelden eine entspanntere Lage. Es ist ein heilloses Durcheinander und Journalisten kommen mit ihrer Berichterstattung kaum nach. Um auf dem Laufenden zu bleiben, läuft der Fernseher in vielen Haushalten darum rund um die Uhr. Und so manch einer fragt sich, ob es für die mentale Verfassung überhaupt noch gesund ist, von früh bis spät die dramatischen Entwicklungen der pandemie-geplagten Weltbevölkerung zu verfolgen.

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Aus medizinischer Sicht lässt sich bereits an diesem Punkt sagen, dass eine 24-Stunden-Beschallung durch Krisenmeldungen alles andere als gut für die Psyche ist. Der Körper befindet sich in Ausnahmesituationen wie der Corona-Krise ohnehin in anhaltender Alarmbereitschaft. Stresshormone wie Adrenalin werden vermehrt ausgeschüttet. Der Geist ist unruhig, voller Sorge und rechnet jeder Zeit mit dem Schlimmsten. Wer hier der dramatischen Informationsflut, die sich aus Live-Tickern und Nachrichtensendungen aus dem Bildschirm ergießt keinen Riegel vorschiebt, endet schnell als Nervenbündel. Dabei lauern im Moment noch ganz andere Gefahren hinter zu regem Fernsehkonsum.

Vor- und Nachteile von Fernsehen während Corona:

  • man bleibt auf dem Laufenden
  • Ablenkung von Sorgen und Problemen
  • TV-Programm und Netflix können schöne Beschäftigungsanreize geben
  • Fernsehzeiten werden oft übertrieben und andere Alltagsaspekte vernachlässigt
  • bei zu starkem Konsum drohen gesundheitliche Probleme

Endzeit-Szenario auf allen Kanälen

Auf Netflix drücken sich in Sachen Beliebtheitswerte gerade Katastrophenfilme zu den Themen Pandemie, Epidemie und Weltuntergang gegenseitig die Klinke in die Hand. Die Filme tragen solch unheilkündende Namen wie “Outbreak – Lautlose Killer”, “Quarantine”, “Contagion” oder, wer es gerne noch etwas apokalyptischer mag, “Pandora”, “Auslöschung” und “Extinction”. Offenbar beschwört eine Vielzahl von Netflix-Nutzern in der Isolation auch gerne privat den Doomsday herauf.

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Die TV-Sender ziehen nach und versorgen die katastrophenhungrigen Zuschauer mit reihenweise Dokumentation und Spielfilmen zum Ende der Welt. Mit teils verheerenden Folgen für die Psyche. Denn Existenzängste, Keim- und Sozialphobie machen momentan vielen Personen auch ohne Weltuntergangsszenario in der Prime Time schon genug zu schaffen. Da ist es eigentlich nicht nötig, noch zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen. Der inneren Ruhe, ebenso wie einem gesunden Schlaf tut das nämlich kaum gut.

Wenn die Spiele Server down sind, bricht die Hölle los

Auch in der Gaming Community brodelt die Apokalypse. Eine ganze Generation an Konsolenspielern erkennt im Corona Lockdown die Gunst der Stunde und feiert die Endzeit mit Spielen wie “Call of Duty”, “Fallout” oder “The Last of Us”. Es wird gezockt, bis der Controller glüht. Spielserver von Spieleherstellern wie EA, Activision oder Blizzard sind seit Beginn der Quarantäne dauerhaft überlastet. Die zornerfüllten Kommentare im Netz bei zeitweisem Server-Ausfall nehmen mitunter unverhältnismäßige Züge an. Daneben verweist Die Kommentarsparte bei Störungsportalen auch darauf, dass viele in ihrer Zwangs-Auszeit außer vor der Konsole zu sitzen nicht viel anderes tun.

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Ein weiteres Gesundheitsrisiko, denn Bewegungsmangel fördert bekanntlich eine schlechte Körperhaltung und Übergewicht gleichermaßen. Damit nicht genug, sollte eigentlich jede noch so kleine Lockerung der Ausgangsbeschränkung zur Bewegung an der frischen Luft genutzt werden. Was mit Blick auf die Gesundheit während der Corona-Krise nämlich außerdem sehr gefährlich werden kann, ist ein anhaltender Vitamin-D-Mangel. Das Vitamin wird vom Körper maßgeblich über Sonnenlicht bezogen und ist sowohl für den Schlaf, als auch für die Nerven- und Herzgesundheit unabdingbar. Ein anhaltender Mangel an Vitamin D kann deshalb zu ernsten Gesundheitsbeschwerden führen, darunter:

  • Bluthochdruck
  • Depressionen
  • Herz-Rhythmus-Störungen
  • Nervenzittern
  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit

Beim ständigen Sitzen vor dem Fernseher kommt die Sonne allerdings nicht wirklich an uns heran. Stattdessen gewöhnt man sich an die Bequemlichkeiten des Bildschirmalltags und hat dann gleich doppelt weniger Lust, hinaus zu gehen.

Fernsehkonsum als Ursache für ungesunde Ernährung während Corona

Was die Ernährungsgewohnheiten betrifft, verleiten intensiver Fernsehkonsum und Dauerzocken natürlich ebenfalls leicht zu ungesunden Angewohnheiten. Man will auf dem Bildschirm nicht verpassen und greift daher zu schnellen, jedoch wenig nahrhaften Snacks oder Fertiggerichten. Wo eigentlich eine obst- und gemüsereiche Kost zur Stärkung des Immunsystems gegen Infektionserreger walten sollte, sind für viele wieder einmal Tiefkühlpizza und Chips die Lebensmittel erster Wahl.

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Wichtig: Zwingend notwendig erscheint es da, der TV-Quarantäne neben Krisenmeldungen und Konsolenspielen auch einmal die ein oder andere Kochshow hinzuzufügen. Das leckere Zutatensortiment der Fernsehköche motiviert und macht Hunger auf mehr. Überhaupt ist es eine gute Ablenkung, während der Isolation in der eigenen Küche etwas aktiver zu werden. Wie wäre es anstatt mit Kartoffelchips und Süßigkeiten zum Beispiel mit der Herstellung gesunder TV-Snacks wie Gemüsechips oder Fruchtdesserts? Viele Starköche haben sich gerade ohnehin dem Motto “gesund und preiswert Kochen während der Krise” verschrieben. Ob Jamie Oliver, Christian Rach oder Tim Mälzer – sie alle haben derzeit entsprechende Serienformate auf Sendung.

Das Fernsehprogramm in der Krise gesund nutzen

In der Tat lässt sich der Fernseher bei all seinen Gesundheitsrisiken für die Corona-Krise durchaus auch als gesundheitsförderndes Medium nutzen. Man muss nur öfter mal ab- oder umschalten. Feste und vor allem zeitlich begrenzte Fernseheinheiten sind unerlässlich. Auch sollten sie lediglich Teil eines Tagesprogramms während der Isolation sein und nicht etwa ein Vollersatz für Freizeitbeschäftigungen während der Krise. Ergänzend ist es sinnvoll, mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen überhaupt kein Fernsehen mehr zu schauen. Das lässt den Geist zur Ruhe kommen und fördert einen erholsamen Schlaf.

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Um den Fernseher zu Corona-Zeiten als unterstützendes Alltagsmedium zu nutzen, gibt es dann verschiedene Möglichkeiten. Dazu muss man sich die Grundfunktionen eines modernen Fernsehers zunächst einmal vor Augen führen, denn die meisten Fernseher-Modelle können heute bei Weitem mehr als nur TV-Sender ausstrahlen.

Multifunktionale TV-Anschlüsse moderner Fernseher im Überblick:

Antennenanschluss zum Empfang von TV-Sendern
SCART-Buchse Bild- und Ton-Eingang für VHS-Recorder und DVD-Player
YUV oder YPbPr / Cinch Komponenten-Eingang für DVD-Player und Spielekonsolen
AV-, Auxiliary-, Analog- und Ton-Anschlüsse zum Empfang von digitalem Kabel- bzw. Satellitenfernsehen; Anschluss für Stereoanlagen, Plattenspieler, VHS-Recorder, alte Camcorder, CD-Player und DVD-Player
HDMI-Anschluss Schnittstelle für Laptops, Blu-Ray-Player, HD-Camcorder, Spielekonsolen oder HDTV-Empfänger
USB-Buchse Schnittstelle für USB-Sticks, USB-Festplatten sowie USB-Karten (z.B. aus Kameras)
PC-Anschluss zum Anschluss älterer PCs ohne HDMI-Eingang
LAN-Anschluss Eingang für Internetrouter und internetbasierte Mediatheken wie YouTube, Netflix oder Maxdome im Smart-TV

Es wird ersichtlich, dass sich mit den vielfältigen TV-Anschlüssen so einiges anstellen lässt. Das bietet die besten Voraussetzungen für eine abwechslungsreiche Nutzung während der Corona-Auszeit. Dabei sind einige Nutzungsmodelle der klassischen TV- und Konsolen-Routine ganz klar vorzuziehen.

So gibt es in den Smart-TV Mediatheken neben Filmen, Serien und den bereits erwähnten Kochshows zum Beispiel auch Fitness-Workouts, Bastel- und Heimwerker-Sendungen. Sie geben optimale Anreize für ein aktionsträchtiges Freizeitprogramm während der Isolation. Auch das gemeinsame Gamen im Verbund lässt sich gesünder gestalten. Gerade Sportbegeisterte können den Fernseher hier für virtuellen Gemeinschaftssport nutzen wie zum Beispiel Indoor-Cycling oder Wii-Sports á la Tennis oder Golfen. Wer die Harmonie in vier Wänden sucht, hat mit den meditativen Klängen von Audio-Bibliotheken wie YouTube oder Spotify perfektes Chillout- und Yoga-Setup. Mittels anschluss von Mobilgeräten oder Laptops via HDMI klappt das dann sogar mit visueller Unterstützung.

Bildnachweise: Adobe Stock / Evelien, Amazon / Sony

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